red cushion/ yellow and blue

Posted on March 20th, 2007 by amygdala.
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in schwechat gibt es nicht wirklich was schönes zum verweilen. da schaut man schleunigst, dass man wieder nach wien kommt. immerhin war ich jetzt mal da bei der baustelle vor der kirche. am türstock rutsche ich in burberry blue den rücken entlang bis zum boden.

was da gerade geschieht ist ähnlich wie boden unter den füßen wegziehen. bin ja eine gute schwimmerin, es sollte mich daher nicht nervös machen. aber das gefühl im bauch. die erinnerung an die nacht, jetzt kann nummer 7. alpha auch nichts mehr ausrichten. wenn jemand, dann hätte ohnehin nur er können. drei tassen kaffee extra stark mit soya gentechnikfrei geben mir den rest. w. sagt na du blaue maus, nur noch deine haare müssten jetzt blau sein.

mein herz jagt mir davon, nein, wir werden jetzt nicht über ihr nähe distanz drama sprechen, wie sprechen über die nächste woche. was da los sein wird, wenn es wird, es wird.

ich knie mich auf den boden: red cushion blue, lege meinen oberkörper und kopf auf diesen teil. er sagt: lass mich gehen christin, lass mich gehen, siehst du nicht, dass es soweit ist. und er ist so schön. das karo, das symbol, die wucht der farbe und samtheit hämmert sich wie ein bild an meine stirn. du bist an der reihe. lass mich endlich los!

sie ist neben mir. sie zieht eine form aus meinem schatz, darauf passe ich auf, aber hier ist was wirklich ist. wir stellen es um.  jetzt ist es klar. yellow and blue. nicht mehr und nicht weniger. nicht mehr und nicht weniger, ist es was es ist.

die aufregung weicht. wenn die sprache versagt, dann müssen bilder sagen, was man anders nicht mehr sagen kann.

sei mal auch stolz auf das, was schon ist.

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blood and sperm

Posted on March 16th, 2007 by amygdala.
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das matterhorn, ein gar güldenes kreuz vor grellblauem himmel. firn. schnee. eis. sahne. wolkenweiss. celebrity mit schwarzer sonnenbrille. die haut hat einen teufel auf. ganz heiss. mit der polierten glänzenden oberfläche, it is not about pornography it is about love.

das wäre zu einfach. hinter der lackierten folie, gold gold silberglanz, die fallen wie diamanten auf das eis. alien invasion. wir haben krieg. du darfst eine banane essen, kriegst sie jedoch kaum runter. der mund ganz trocken, die mundwinkel eingerissen, gehst über schutt und asche, staub, die sirenen, die warteschlange mit rationskarten. der blick auf den berg, gletscher, wie weiße taubenfedern, jemand packt geschenke aus, es sind trashige kitschbilder in pink und blau. pink pussies fucking pink pussies mehr nicht. jeff macht seinen mund ganz weit auf er bekommt jetzt seine banane. die ist himmelblau, eis, schnee, sahne,  immer wieder die selben bilder, der flieger zieht seine loops, wir  loopen doch alle. unsere gedanken unsere träume, unsere schwüre, unsere lügen, unsere schatten, unsere versuche erhabener zu werden, unser scheitern an uns selbst, das attentat und dann wickelst du den finger in eine schlacksige knisternde zellophanhaut und zeigst auf dein gegenüber, springst damit herum wie ein stern - spritzer, heilig heilig heilig pilgern wir hinauf zum matterhorn.

 zellophan ganz gross am himmel, eine schöne geburtstagsschleife, dann jeff und cicciolina zwischen marzipantulpen. wieder der blick auf das matterhorn, die nacht is so marien umhangblau, das goldene kreuz ganz gülden, ragt tief in den himmel, er macht sie einfach so an, aber das geht ja jetzt nicht mehr. da ist noch etwas anderes, eine laue stille, eine tiefe ruhe obwohl die bomben und raketen nur so vom himmel fallen, wie meteorite. der himmel reisst auf, hinter dem massaker, eine weitere unwirkliche welt. das geht ewig immer wieder so. bis in den bau. bis zur lava. bis zu den zellen. bis zum samen und zum blut. der kern. der kern ist leer. ein ei. da ist noch nichts. im kern ist rein gar nichts wenn man sicht hat auf den gletscher am horn. was dich anzieht wie die elster ist der schein, sie glitzern wie diamanten in der sonne. wir sind dumme einfältige vögel. immer wieder, wenn auch nur zwischendurch, aber auch etwas mehr.  

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