ausflug

Posted on December 10th, 2006 by amygdala.
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an der donau postieren die windmühlen wie aussichtsboten im wind, meterhoch drehen sie ihre klauen und wenn man direkt unter ihnen steht, dann hört es sich an, als würden drachenflügel papier zerschneiden, ganz regelmäßig, immer wenn ein flügel in die tiefe fällt. schaut man unter ihnen in den himmel mit den vorbeiziehenden wolken wird einem schwindlig und man glaubt sie reißen einen mit. gleichzeitig faszinierend und bedrohlich, metallblumen im wind, wir spazieren am wasser entlang, es ist kühl aber der einzige schneeweiße fleck in der landschaft ist die pagode…….

einmal umkreisen wir sie, denn das erfüllt einem die wünsche. ich bin wunschlos glücklich. beinah. das gab es schon lange nicht mehr. seltsam. wieder in der stadt essen wir gemütlich und begeben uns dann noch in die rote teelounge. später holen wir meine lady-schmeißen sie ins auto, schauen uns noch krims krams am glitzer spittelberg an. schreiben wir ein drehbuch, ein theaterstück, eine geschichte?

wir beide. wir haben uns seit einiger zeit nicht gesehen, aber es geht da weiter wo es aufgehört hat, du hattest wieder recht und es ist nicht nur so wie es ist, es ist auch sehr sehr gut so, im roten teppichland bin ich dann irgendwann sehr gerührt, deine hand und meine hand immer irgendwo, auch ohne umarmung sind wir verbunden.

meine seele schmiegt sich an die deine und deine seele kannte mich schon, als ich noch nicht wusste wie es mit uns beiden werden wird, du stießt mich mit deinem fuß an, unterm tisch….bevor noch orange pullover die naht aufgaben und meine heile familienwelt gelötet wurde. dein yantra, kali kali, wenn du nach amerika gehst, dann werde ich kommen, zu dir würde ich kommen, wenn du zu pferde mit den indianern. dann bleib ich gleich dort.
es ist so, wenn du mich heute fragst, willst du mir mehr darüber erzählen? ich könnte schweigen, aber erzähle doch. weil ich nichts verbergen kann und will vor dir und weil du von mir hören sollst was du ohnehin spürst. es ist aber nicht nur

kali sondern auch nyx, innana und die schwarze madonna

mit den weißen schalen in der hand stehen wir im dunkeln, es sind einzeller, bilder wie milchstrassen, mit dir kann man einfach allen fremden sprachen lauschen, es macht immer sinn

in lainz, mit den gaben beladen, die strasse feucht, wir gehen richtung  erster zereissprobe große schlacht, die uns vielleicht noch näher gebracht hat, mit dir macht alles sinn

sage ich zu dir. den granat. die birkenhaut. was passiert, wenn ich wien verlasse?

und das wird ja nicht mehr allzu!lange dauern, es macht mir angst.

es ist schön wieder jetzt. mein herz rauscht. jede ecke eine erinnerung

im auto denke ich mir heute, wie gut das tun wird, wenn man an einem ort ist ohne erinnerung und erlebnis. wie wenn du nach einem tiefem schlaf die augen öffnest und in die sonne blinzelst, es ist ein neuer wunderschöner tag. man rollt sich nochmal in die wärme der geborgenen nacht. du fährst richtung donau, ich denke, wie schön wenn der ort noch unberührt ist von mir und gleichzeitig wie neu und anders diese welt sein wird.

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